Nominierung 2018

Aula der Universität Bamberg

Ingenieure Bamberger GmbH & Co. KG

Schwemmfeld 18
85137 Pfünz
info@ibamberger.de
www.ibamberger.de  

Lichtplanung:

Walter Bamberger, Andreas Fürsich, Monika Kadlubek, Julie Wangsajaya 

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:

Freistaat Bayern

Architekt/Innenarchitekt:

Deubzer König + Rimmel Architekten 

Elektroplanung:

Ingenieure Bamberger 

Fotorechte:

©Henning Koepke

PROJEKTBESCHREIBUNG

Ein Spagat, mit Licht den Habitus der Dominikaner des 14. Jahrhunderts mit  profaner Nutzung von heute, als Aula der Universität Bamberg, zu verbinden. 

Der Innenraum der im 14. Jhd. Errichteten historischen Dominikanerkirche wird von der Universität Bamberg als Aula genutzt. Die freistehenden Einbauten aus Holzwolleplatten, die in den 80erJahren in Hauptschiff und Chor eingebaut wurden, sowie eine Empore im südlichen Teil des Hauptschiffes wurden rückgebaut. Diese Einbauten waren für die Nutzung als Konzertsaal für die Bamberger Symphoniker.

Die historischen Fresken lagen zu großen Teilen noch unter einer Putzschicht und werden derzeit von Bauhistorikern rekonstruiert und restauriert. Eine vollkommene Wiederherstellung der Malereien im Kirchenraum ist nicht mehr möglich, derzeit sind nur partiell Flächen freigelegt.

Das neue Konzept sieht vor, anstelle der bisherigen akustischen Einbauten im Hauptraum des Kirchenbaus, eine freistehende und bewegliche Wandschicht einzubauen, welche die Spur des historischen Lettners aufnimmt, der bis im Jahr 1650 zwischen Hauptschiff und Chor positioniert war. Diese Schicht nimmt konstruktiv alle technischen Anforderungen auf, die der aktuellen Nutzung als Aula dienlich sind: eine optimal verbesserte Akustik, Blendschutz im oberen Drittel der Längswände und eine flexible Raumnutzung durch öffenbare Elemente für Vorträge, Bankette und Prüfungen. Durch die eingerückte Positionierung der 3,4 m breiten und 8 m hohen Stahlflügel, die asymmetrisch gelagert von einer Kragstütze getragen werden, entsteht der Raumeindruck einer „Cella“ – eines eingestellten Raumes. Der historische Sakralraum wird wieder als freigelegte Raumschale ablesbar, die zeitgenössische profane Nutzung als Aula wird räumlich abgebildet. Der Raum bleibt komplett in Weiß gehalten – dem Habitus der Dominikaner entsprechend, daher keine Überhöhungen von Leuchtdichten und Großinszenierungen.

Vorhandene Wandfresken und Fragmente sowie die neu gefassten Kirchenfenster sind davon ausgenommen und stehen gestalterisch angemessen im Vordergrund.

Diesem Duktus folgend ist das Lichtdesign die Fortinterpretation, der Versuch einer Transformation aus dem historischen Raum der Dominikanischen Haltung des 14. Jahrhunderts und der heutigen profanen Nutzung. Einer Nutzung für eine Universität als Aula bei Prüfungen nutzt und die sich auch über die Fortentwicklung der Wissenschaft ins Heute verändert hat.

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