Nominierung 2017

UMFELD FERNSEHTURM BERLIN, ZWISCHEN ALEXANDERPLATZ UND MARIENKIRCHE

Licht Kunst Licht AG
Schlesische Str. 27
10997 Berlin
www.lichtkunstlicht.com

Lichtplanung
Malte Simon
Andreas Schulz
Edwin Smida
Daria Olejniczak

Fotorechte
Claus Boeckh (Großes Foto und Foto unten rechts)
Eckhard Joite (Foto unten links)

Kategorie
Außenbeleuchtung

Bauherr
Bezirksamt Berlin Mitte

Architekt/Innenarchitekt
Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Frau Martina Levin

Elektroplanung
Lahmeyer Berlin GmbH, Frau Schröder

PROJEKTBESCHREIBUNG

Der städtische Raum um den Fernsehturm gehört zu einem der meist frequentierten Berlins und wurde durch die Landschaftsarchitekten Levin Monsigny neu interpretiert und umgestaltet. Die behutsame Transformation der Freiraumgestaltung unter Berücksichtigung des Bestandes, der DDR-Historie sowie der zentralen Lage, hat einen zeitgemäßen, funktionierenden Stadtraum mit hoher städtebaulicher Signifikanz hervorgebracht. Das Lichtkonzept bedient dabei die hohe Nutzungsintensität durch heterogene Nutzergruppen und unterstützt die vielfältigen Aufenthaltszonen mit unterschiedlichen Lichtatmosphären. Das fein aufeinander abgestimmte Licht- und Landschaftskonzept verleiht dem Ort eine hohe Aufenthalts- und Verweilqualität. Zudem hat dieser innerstädtische Ort eine neue freundliche Identität gewonnen, die sowohl zum Verweilen einlädt, als auch einen lebendigen Treffpunkt darstellt.

Das Konzept der Landschaftsplaner definierte drei Freiraumtypologien, die in ihrem Charakter atmosphärisch jeweils durch die Beleuchtung unterstrichen werden. Das direkte Umfeld des Fernsehturms ist ein „Stadtplatz“ mit luftig-offenem Charakter. Der Bereich zwischen Spandauerstraße, Karl-Liebknecht-Straße und Fernsehturm ist der Stadtgarten, der durch seine Hauptachse den Neptunbrunnen mit dem Kaskadenbrunnen verbindet. Dieser hat durch die Hochbeete und zwei Baumreihen einen geordneten Charakter, während der Bereich zwischen Spree, Spandauerstraße, Rathausstraße, und Karl-LiebknechtStraße als „Stadtpark“ eine naturbelassenere Vegetation aufweist.

Das Beleuchtungskonzept nimmt auf die drei definierten Freiraumtypologien Bezug, indem die Entwicklung von natürlicher Vegetation an der Spreepromenade hin zu bebautem, städtischem Platz am Bahnhof durch zunehmende Beleuchtungsstärken unterstrichen wird.

Leitendes Motiv für das Lichtkonzept ist auf der einen Seite das Wohlbefinden und die Sicherheit der Nutzer sowie eine gute Orientierung und Erkennbarkeit der markanten Punkte bei Dunkelheit. Auf der anderen Seite sollte jedoch auch dem Umstand, dass in Berlin Grünanlagen generell nicht beleuchtet werden, Rechnung getragen werden. Die Bereiche Stadtpark und Stadtgarten sind als Grünanlage definiert. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen intensiv genutzten Bereich in der Mitte Berlins. Es werden daher gut abgeblendete Leuchten mit gerichtetem Licht eingesetzt, um eine gute Lichtmodellierung ohne störende Blendquellen gewährleisten zu können. Weiterhin wird auf eine Vielfalt einzelner Leuchten und Lampen verzichtet, um das gesamte Areal auch optisch über die Leuchten zu verbinden.

 

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