Nominierung 2017

ZOB ZENTRALER BUSBAHNHOF GUMMERSBACH

Lichtwerke GmbH
Berrenrather Str 188b
50937 Köln
www.lichtwerke.com

Lichtplanung
Erste Entwurfsplanung: Licht Kunst Licht AG, Auftragsverhältnis danach beendet.

Überarbeitung Entwurf, Ausführungsplanung und Umsetzung: Lichtwerke GmbH

Fotorechte
Lukas Roth, Köln Fotografie

Kategorie
Außenbeleuchtung

Bauherr
Entwicklungsgesellschaft Gummersbach

Architekt/Innenarchitekt
pape+pape architekten, Tore Pape, Kassel / Landschaftsarchitektur: greenbox Lanschaftsarchitekten, Köln

Elektroplanung
Patrick Skarneck Elektroinstallation

PROJEKTBESCHREIBUNG

Gummersbach hat am Bahnhof seit Kurzem das lang ersehnte, repräsentative Entree in die Stadt. Dessen architektonischer Charakter wird nun von einem golden, strahlenden Dachkörper bestimmt.

Im Zuge der Umplanung des Steinmüllergeländes wurde nun das alte, in die Jahre gekommene Bahnhofsgebäude gestrichen und der Busbahnhof hierher verlagert. Für diesen neuen Ort planten pape+pape architekten aus Kassel ein 130 m langes und 10 bis 25 m breites Dach, das durch Form und Material einen würdigen Auftakt für von Süden Ankommende schafft. Es besteht aus einem polygonal gefalteten Korpus – formal entwickelt aus der gebrochenen Struktur der Felsen in der Umgebung – der der leichten Kurve der Bahngleise folgt. Seine Oberfläche bzw. die Untersicht glänzt scheinbar golden, erzeugt durch eine Verkleidung aus Aluminiumbronzeschindeln.

In der lichtarchitektonischen Durchplanung wurde die Illuminierung des Bauwerks in eine funktionale und eine emotionale Beleuchtung aufteilt, verbunden mit den Anliegen, beide Beleuchtungsabsichten als ein Ganzes wirken zu lassen.

Das Bauwerk prägend ist die Beleuchtung des goldenen Dachs, wodurch nicht nur die Architektur hervorgehoben, sondern auch für die notwendige, gleichmäßige Grundbeleuchtung gesorgt wird. Dies geschieht über zwei über die gesamte Länge parallel verlaufende, diffus abstrahlende und wetterfeste LEDLichtbänder in der Mittelachse über den senkrechten Scheiben. Ergänzt wird dies durch ebenfalls warmweiße, ins Dach eingelassene Downlights, die die Segmente der Bussegmente, Rampen, Treppen beleuchten, und zwar mit einem druckvollen Licht, mit spürbar engem Lichtkegel.

Der Effekt: Die Lichtbänder schaffen ein strahlendes, fast schon einbettendes Umfeld, in dem die Licht-Hotspots eine gewisse Dramaturgie erzeugen. Außerdem entsteht der Eindruck, dass das Licht an der Unterseite des Dachs vom kräftigen Licht der Spots stammt, denn die Lichtbänder in der Mittelachse sind so hoch angeordnet, dass man nicht einsehen kann, woher dieses Licht tatsächlich stammt. So wird der Gummersbacher Busbahnhof zu einem leuchtenden Objekt im neuen Zentrum der Stadt.

 

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