Nominierung 2018

Ausbau Bahnhof Zürich Oerlikon

lichtgestaltende ingenieure vogtpartner

Katharina Sulzer-Platz 2/4
8400 Winterthur
SCHWEIZ
mail@vogtpartner.eu
www.vogtpartner.eu 

Lichtplanung:

Christian Vogt, Brigitte Alt, Andreas Aebi, Marcel Schibli 

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:

SBB AG / Stadt Zürich Tiefbauamt

Architekt/Innenarchitekt:

10:8 Architekten GmbH 

Elektroplanung:

Ernst Basler + Partner AG | EPAG Elektroingenieure 

Fotorechte:

©René Dürr Architekturfotografie

PROJEKTBESCHREIBUNG

Mit einem Personenaufkommen von heute über 120’000 Fahrgästen pro Tag gehört der Bahnhof Zürich Oerlikon zu den Großbahnhöfen der Schweiz. Um die entsprechende Infrastruktur und die nötigen Erschließungsflächen sicherstellen zu können, planten und bauten die Stadt Zürich und die Schweizerischen Bundesbahnen im laufenden Bahnbetrieb 13 Jahre lang an einer komplexen Verknüpfung von Stadt und Bahn in Zürich.

Der Einsatz aller Beteiligten führte zum Erfolg: Im siebtgrössten Bahnhof der Schweiz entstand ein elegantes, großzügiges, effizientes Ergebnis für Stadtraum und Bahnverkehr. Die westliche Unterführung verbindet mit zwei breiten Passagen und einem Ladenblock dazwischen, mit Rampen, Fahrradgaragen, Bahnsteigaufgängen und rhythmisch gefalteten Betondecken die vorher bescheiden verbundenen Stadtteile von Oerlikon und begeistert mit subtiler Lichtführung und stets sichtbaren Wegzielen als attraktive Flaniermeile. Die östliche Unterführung, ebenfalls zu einer großzügigen Passage ausgebaut, besticht durch Ladeneinbauten, abgehende Treppen auf die Bahnsteige und einem neuen Zugang in das wachsende Oerlikon Ost.

Die Hochwertigkeit und die herausragende Gesamtlösung des Jahrzehntebauwerks führte zur Auszeichnung ,umsicht 17′, vergeben vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein sia.

Das Licht ist in den Erschließungs- und Bahnsteigbereichen sowie den unterirdischen Verbindungen der beiden Stadtteile von übergeordneter Bedeutung. Es verdeutlicht das Konzept der Wegführung und Sicherheit, betont die Architektur und unterstützt als Orientierungshilfe. Besonderen Wert erfuhr die bewusste Differenzierung der Lichtgestaltung. Spezifische Lichtereignisse zeichnen Orte aus, die eine angenehme, sichere Atmosphäre ausstrahlen. Die neuen starken, attraktiven Elemente am Bahnhof bestehen aus einer Lichtwand und den sogenannten Baldachinen, weIche dem Bahnhof Oerlikon bei Tag und Nacht eine eigene Identität verschaffen.

Die beiden prägnanten Glas-Baldachine agieren als die Eintritts-/Austrittspunkte der Passage Mitte, weisen den Weg, dienen der Orientierungshilfe auf den Plätzen und sind Merkpunkte der neuen Verbindung am Bahnhof selbst wie aus der Ferne. Durch Tageslicht unterstützt, schaffen sie eine warme, schimmernde Lichtstimmung in den Eingangszonen. In der Nacht werden sie zu strahlenden Orientierungspunkten in der Stadt. Die gezielte Beleuchtung der eingefärbten Glasscheiben bringt die eindrucksvollen Laternen von innen heraus zum Leuchten und rückt die neue Sehenswürdigkeit geschickt in den Fokus. Bei näherem Hinsehen wird das feine vertikale Streifenmuster sichtbar und beginnt sich optisch mit der Lichtwand zu verbinden, welche die beiden Eintrittsbereiche mittels Unterführung vereint.

Unter dem Baldachin wird der Fußgänger von einer leuchtenden Wand abgeholt und ins Untergeschoss begleitet. Diese raumhohe, rhythmisch funkelnde Schicht verbindet die zwei Treppenanlagen. Präsentiert sich die Wand in der Flucht als relativ geschlossen, so öffnet sie sich seitwärts visuell und gibt den Blick in eine geheimnisvolle Tiefe frei. Das raffinierte Strichmuster entfaltet seine Wirkung im Wechselspiel mit dem vertikalen Streifenrelief der rückseitigen Betonwand sobald sich der Betrachter bewegt.

In der Ausführung wurde durchgängig LED Lichttechnik eingesetzt. Den Unterhalt erbringen die SBB und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ). Die Grundbeleuchtung in den Unterführungen und auf den Bahnsteigen wurde mit Standardprodukten der beiden Betreiber SBB und Stadt Zürich sichergestellt. Die Akzentbeleuchtung wurde spezifisch definiert und ausgeschrieben.

EINREICHUNGEN 2019

Bis zum 30.09.2018 können Sie Projekte für den Lichtdesignpreis 2019 einreichen.

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