Nominierung 2018

Erzbischöfliches Berufskolleg Köln

Licht Kunst Licht AG

Schlesische Str. 27
10997 Berlin
berlin@lichtkunstlicht.com
www.lichtkunstlicht.com 

Lichtplanung:

Stephanie Grossse-Brockhoff, Shan Jiang, Lisa Görke 

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:

Erzbistum Köln Generalvikariat, Referat Bau

Architekt/Innenarchitekt:

3pass Architekt/innen Stadtplaner/innen Kusch Mayerle BDA|Keggenhoff & Partner

Elektroplanung:

Ingenieurbüro Heiming Energie- und Gebäudetechnik 

Fotorechte:

©Constantin Meyer Fotographie

PROJEKTBESCHREIBUNG

Kern des wettbewerbsprämierten Entwurfs des im Sommer 2016 eröffneten Erzbischöflichen Berufskollegs ist ein organisch geformtes Atrium, das gleichermaßen als Herz des Gebäudes, Verkehrsfläche, Begegnungsstätte, Aula und Lichtraum wirken sollte.

Hier wurden die flankierenden Galeriewände mittels durchlaufend montierten, verdeckten Streiflichtprofilen eingeblendet. Sie machen so den Raum aus allen Blickrichtungen in seiner Vielschichtigkeit erlebbar.

Organische geformte Aussparungen in den Unterzügen der Atriumsgalerien sind mit sogenannten „Plomben“ verfüllt. Diese Holzkorpusse mit runden Ausschnitten nehmen justierbare Stromschienen-Strahler auf. Sie erhellen die Grundfläche des Atriums sowie die skulpturalen Treppen blendfrei und kontrastreich.

Offene Lernzonen bilden teilprivate Nischen in den Galerien des Atriums. Diese sind teilweise mit aufwendig gestalteten Multifunktionsmöbeln ausgestattet, die geschickt von den Deckeinbauleuchten umflossen werden.

Die Klassenräume werden mit durchlaufenden, schlanken Lichtlinien beleuchtet. Diese folgen den polygonalen Fassadenumrissen in drei Spuren und erhellen so die Klassenräume auf eine gleichmäßige und zugleich blendfreie Weise. Die Lichtspur folgt allen Richtungsänderungen mit bis in die Ecken beleuchteten Gehrungen. So sind die Lichtlinien als räumlich gestaffelte Umrisse auch aus dem Außenraum ablesbar.

Das Café im Erdgeschoss präsentiert sich mit seinen gestaffelten Holz-Deckenfeldern, die sich durch LED Licht optisch voneinander lösen. Die funktionale Raumbeleuchtung erfolgt aus Einbaurichtstrahlern, die durch ihre Bauform die Deckenneigung ausgleichen und zugleich konzentriertes, brillantes Licht auf die Cafétische aufbringen.

In der Bibliothek erfolgt die vom Innenarchitekturbüro Keggenhoff geplante Regal-Beleuchtung gänzlich aus der Möblierung heraus. Erst im Randbereich, entlang der großzügigen Fassadenverglasung, erfolgt die Ausleuchtung der Leseplätze wieder aus Downlights in einer Heradesign-Decke.

Die Fluchttreppenhäuser werden aus LED-Lichtleisten in Sichtbetonaussparungen beleuchtet. Auf der Treppenunterseite bilden die Lichtlinien ein unterbrechungsfreies lichtgraphisches sowie hoch-funktionales Element. Entlang der Stirnwände der Podeste sind die Lichtlinien weitgehend versteckt und belegen gestalteten Wände mit Streiflicht.

Die Lichtstelen der Außenbeleuchtung nehmen einen gebührenden Abstand zur Fassade ein. Sitzbänke enthalten Streiflicht für die fassadennahen Wege und ausgewählte Bäume werden aus dem Boden heraus blendfrei angestrahlt.

EINREICHUNGEN 2019

Bis zum 30.09.2018 können Sie Projekte für den Lichtdesignpreis 2019 einreichen.

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