Nominierung 2018

Hyundai Motorstudio, Korea

LDE Belzner Holmes

Charlottenstraße 29/31
70182 Stuttgart
mail@bh.lde-net.com
www.lde-net.com 

Lichtplanung:

Petra Weiss 

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:

Hyundai Motor Company

Architekt/Innenarchitekt:

Delugan Meissl Associated Architects | Atelier Brückner 

Elektroplanung:

GL Associates 

Fotorechte:

Fotograf:  Hyundai Motorstudio Goyang / Lim Juneyoung und Lee Junoh

Bildrechte: Atelier Brückner / Hyundai Motorstudio Goyang

PROJEKTBESCHREIBUNG

In Goyang Südkorea hat der Konzern Hyundai sich seinen größten Themenpark gebaut. Das von den Wiener Architekten Delugan und Meissl geplante Gebäude beherbergt auf knapp 64.000 m² eine Erlebniswelt um die Marke Hyundai. In der lichtdurchfluteten riesigen Eingangshalle treffen sich auf einer topographisch aufgeworfenen Grundfläche der Sales Showroom, das Museum und der Einstieg in den rund 4.000 m² großen „Car Culture Experience Park“, der von den Stuttgarter Ausstellungsgestaltern Atelier Brückner geplant wurde und sich auf drei Geschosse des Gebäudes verteilt.

Der Erlebnisparcours empfängt die Besucher am Prolog, geht vorbei an großen freistehenden Glaszylindern, in denen Industrieroboter die Prozesse des Autobaus vorführen und hinab in den Innovationsbereich, der sich den Themen Sicherheit (Safety), Crash Test, Aerodynamik, Klang Design und dem Antrieb (Powertrain) widmet. Über eine inszenierte Aufzugsfahrt erreicht man den Design Space drei Etagen höher. Dies ist der Höhepunkt des Parcours. In der Raummitte ist eine rechteckige kinetische Skulptur, die aus ca. 1.400 Edelstahlkolben besteht, die einzeln gesteuert die Besucher mit einer Choreographie zur Designphilosophie von Hyundai fesselt. Von hier erreicht man über ein 4D-Kino den Museumsbereich, der sich auf der Galerie in der Haupthalle ausbreitet und von dem aus man auf den Sales Showroom und den Prolog herunterschauen kann.

Beim Zusammenführen der Planungen war es notwendig im Empfangshallenbereich für die große schwebende Bronzedecke eine einheitliches Bild von Licht und Leuchten, trotz der unterschiedlichen Erfordernissen, zu finden. Durch die Bündelung der Lichtquellen zu einzelnen unregelmäßig verteilten Clustern behält die Decke ihre beeindruckende Dominanz bei und ist nicht durch ein funktionales Leuchtenraster bagatellisiert.

Während man sich in Showroom- und Museumsbereichen auf eine einfache Komposition aus Grund- und Akzentlicht im Einklang mit dem Tageslicht begnügt, ist in den Bereichen des Experience Parcours das Licht wesentlich inszenatorischer eingesetzt. In den stark inszenierten Innovationsräumen spielt das Licht eine Assistenzrolle. Neben einer reduzierten Grundbeleuchtung gibt es vereinzelt Akzente.

Der Design Room ist mit einer Spanndecke überzogen und so inszeniert, dass subtile wolkenartige Lichtschlieren über die Decke ziehen und den Raum dynamisch beleben. Die allseitigen Edelstahlwände und der Edelstahlboden reagieren durch die Lichtspiegelungen und verstärken so die Lichtveränderungen und Dynamik im Raum. Die Skulptur und Höhepunkt der Ausstellung ist zum Einen interaktiv und reagiert auf die Annäherung der Besucher, zum Anderen schaltet sie aber auch in den „Show Mode“ um. Es ergibt sich ein Zusammenspiel mit dem Medienband, einer Klangeinspielung und dynamischem Raumlicht und erzählt so eine beeindruckende Narrative zu den Themen Natur und Technik sowie Design.

Die Aufgaben des Lichts sind hier mannigfaltig – von der einfachen funktionalen Grundbeleuchtung, auch im Zusammenspiel mit Tageslicht, über einfache museale Akzentbeleuchtung bis hin zu komplexen dynamischen Prozessen. Nie spielen sich die Leuchten in den Vordergrund, auch das Licht, obwohl es dramatische Atmosphären schafft, nimmt sich zurück. So können die Besucher das Erlebnis Hyundai und die raumgreifende Architektur ungestört genießen.

EINREICHUNGEN 2019

Bis zum 30.09.2018 können Sie Projekte für den Lichtdesignpreis 2019 einreichen.

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