Nominierung 2018

Siemens Headquarter München

agLicht GbR

Dechenstrasse 12
53115 Bonn
agLicht@t-online.de
www.agLicht.de 

Lichtplanung:

Wilfried Kramb, Daniel Walden 

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:

Siemens Real Estate

Architekt/Innenarchitekt:

Henning Larsen Architects, Kopenhagen | landau + kindelbacher, München 

Elektroplanung:

Kuehn Bauer Partner, München 

Fotorechte:

© Siemens AG    

PROJEKTBESCHREIBUNG

Nach sechs Jahren Projektlaufzeit, davon drei Jahre Planungs- und drei Jahren Bauzeit, wurde im Juni 2016 die neue Siemens-Zentrale im Herzen von München eröffnet. Auf rund 45.000 Quadratmeter oberirdischer Gebäudefläche schafft der architektonische Entwurf der Architekten Henning Larsen Architects ein modernes und inspirierendes Arbeitsumfeld für 1.200 Mitarbeiter. Der Entwurf verbindet selbstbewusst den Neubau mit den angrenzenden Bestandsgebäuden, wie das historische Palais am Wittelsbacherplatz und verknüpft so Tradition mit Zukunft. Das Thema Licht unterstützt beginnend in den Freianlagen die gefundenen Innenhofthemen und schafft in den Abend- und Dämmerungsstunden attraktive Orte der Begegnung und Kommunikation. Im Bereich des Haupteinganges über die Werner-von-Siemens-Straße bildet eine großformatige Skulptur von Daniel Liebeskind den Auftakt. Die frei angeordneten Einbauleuchten in den Deckenflächen über dem Erdgeschoss verbinden mit einem homogenen Lichtniveau den Außenraum der Passage mit den Foyerflächen im Inneren und unterstützen so den fließenden Übergang zwischen Innen und Außen. 

Über das Atrium mit Tageslichteinfall erhält der Betrachter Einblicke in die offenen Bürolandschaften, die großzügigen Kommunikationszonen, und die Transparenz des Gebäudes. Das Atrium scheint auf den ersten Blick frei von Leuchten zu sein, doch diese wurden nicht in der Dachkonstruktion eingebunden, sondern an die schräg ansteigenden Fassadenflächen als kardanische Einheiten angeordnet und ermöglicht so den uneingeschränkten Blick in den Himmel über München. 

Ergänzend zu dem angenehmen Lichtniveau im Atrium, wird die kontinuierliche und mattierte Glasrückwand der Foyerflächen über begleitende Wandfluter ins Licht gesetzt und bildet in den Abendstunden über die vertikalen Helligkeiten einen kraftvollen Rücken. 

Das markanteste Lichtelement in den Flur- und Kommunikationszonen bilden die linearen Lichtbänder, die sich als gestalterisches Element der Lichtplanung durch alle Zonen des Gebäudes ziehen. Ihre Radien sind aufgrund der architektonischen Formgebung des Atriums auf jeder Ebene unterschiedlich und waren sowohl in der Planung als auch in der Ausführung einer der größten Herausforderungen. Diese Lichtlinien sind daher ein wesentliches Gestaltungselement und visualisieren den architektonischen Gedanken eines Gebäudes mit fließenden Raumzonen. In ausgewählten Bereichen wird das Lichtband durch schwenkbare Richtstrahler ergänzt, die Ausstellungsstücke aus der Geschichte Siemens akzentuieren. Die Strahler sind so in das LED Lichtband eingebunden, dass die homogene Hinterleuchtung nicht unterbunden wurde und die Lichtlinie sich ohne Schattenzone fortsetzt. 

Für die Bürobereiche wurde unter Erreichung der LEED (Platin) und DGNB (Platin) Kriterien eine projektspezifische Leuchte entwickelt, die sich als kristalliner Körper aus den Deckenpaneelen „drückt“ und sowohl gerichtetes als auch einen leichten Indirektanteil für die Bürobereiche bietet. Über die hohe Effizienz der 7.500 LED Leuchte konnte der Stromverbrauch verglichen zu herkömmlichen Leuchtmitteln um nahezu 50% reduziert werden. 

Die Lichtplanung zieht sich durch alle Raumwelten der neuen Siemens Zentrale und bildet gemeinsam mit der Innenarchitektur ein stimmiges Gesamtbild mit einer Vielzahl an Sonderlösungen und individuellen Lichtlösungen.

PREISVERLEIHUNG 2019

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