Nominierung 2018

Wempe München

team licht

Weidestraße 128

22083 Hamburg

h.giesecke@teamlicht.de

www.teamlicht.de

Lichtplanung:

Hauke Giesecke, Andrea Vogel, Anne-Katrin Falkenberg, Andreas Löper    

Weitere Projektbeteiligte:

Bauherr:

Gerhard D. Wempe KG

Architekt/Innenarchitekt:

Anna Nicolas|Jessica Klatten

Elektroplanung:

Elektro Graf

Fotorechte:

© Wempe

PROJEKTBESCHREIBUNG

Für das Hamburger Juwelierunternehmen Wempe wurde für die dreigeschossige Filiale in München in den Maximilianarkaden ein neues Shopkonzept entwickelt.

Neben den unten aufgeführten Konzeptansätzen ist das Lichtkonzept insbesondere auf die Aspekte Lichtfarben, hohe Farbwiedergaben, abgestimmte Intensitäten sowie differenzierte Abstrahlcharakteristiken fokussiert.

Damit das Zusammenspiel der folgenden Konzeptansätze stimmig erscheint, wurden alle Elemente Teil einer intelligenten Lichtsteuerung. So kann der Bauherr seine Shopflächen immer wieder in unterschiedlichen Lichtstimmungen zeigen – dies macht das Einkaufserlebnis für den Kunden immer wieder neu erlebbar.

Angepasst auf die Grundrisse wurden geschwungene Linien aufgenommen. Auf diesen Achsen wurden Einbauleuchten geplant, die so den Kunden zu Wareninseln bzw. Beratungstischen leiten.

Konsequent wurden alle vertikalen Flächen gleichmäßig mit Einbau-Wallwashern beleuchtet. Dies unterstützt die Raumwahrnehmung. Die architektonische Besonderheit aller drei Etagen bildet die zentrale, großzügige Treppe die alle Verkaufsebenen miteinander verbindet. Diese wurde im Lichtkonzept besonders in Szene gesetzt: In den jeweiligen Etagen wurden umlaufend, kranzförmig schwenkbare Downlights geplant, die die Holz begleitenden Stufen beleuchten. Hier wurde im Gegensatz zu der Standard-Lichtfarbe von 3000K eine sehr warme Lichtfarbe (2700K) eingeplant, um die wärmeren Holztöne der Stufen noch besser zu inszenieren. Zusätzlich wurden leistungsstarke Richtstrahler (Spotoptik) im 1.OG geplant, die das gesamte Treppenauge akzentuieren.

Die Fläche im UG im Bereich des Treppenauges erhielt einen besonderen Bodenbelag. Diese Fläche wird für Sonderdekorationen genutzt und gleichzeitig von den Richtstrahlern aus dem 1.0G inszeniert.

Die Planung der Beleuchtung in den Vitrinen nahm Bezug auf die unterschiedlichen Arten und Größen der Vitrinen, wobei das Grundprinzip immer das Gleiche war: Gleichmäßiges Licht für die Rückwände und Grundhelligkeit in der Vitrine, sowie gezielte Lichtakzente auf die Ware (Ausführung in fokussierbar). Somit können je nach Warengröße in den Vitrinen die Lichtkegel auf individuell eingestellt werden.

Die Schaufensterbeleuchtung hat einen besonderen Stellenwert im Gesamtkonzept. Sie fungiert als erste „Eintrittskarte“ für den Kunden und soll diesen im besten Fall neugierig auf „mehr“ machen und einladen den Shop zu betreten. Ein ausgewogenes Verhältnis von Grundbeleuchtung und Akzentlicht (ähnlich wie bei den Vitrinen) ist hier der elementare Planungsansatz gewesen.

Abgerundet wird das Schaufensterkonzept mit einer zusätzlichen Beleuchtung der Rückwände. Diese können je nach Dekorationskonzept sowohl gleichmäßig mit Wallwashern beleuchtet werden oder nur mit Richtstrahlern für besondere Thematiken.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Planung in einem Schaufensterbereich. Hier wurden drei Sonderleuchten entworfen, die in dem Luftraum des Schaufenster abgependelt auf einer definierten Höhe hängen.

In den schlichten zylindrischen Gehäusen aus Bronze (passend zum der Schaufensterverkleidung und den Fassadenelementen) wurden sogenannte Diamantleuchten versteckt. Diese Elemente sind motorisch gesteuert und haben LEDs mit unterschiedlichen Lichtfarben und Spotlinsen. Durch die Rotation entstehen auf der Ware im Schaufenster „Sparkle“-Effekte, die so mehr Aufmerksamkeit bei Kunden vor dem Schaufenster hervorrufen.

Damit alle genannten Elemente des Lichtkonzeptes auch sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können, wurde eine DALI-basierende Lichtsteuerung eingeplant. Es wurden für den Bauherrn definierte Lichtszenen programmiert. Auch die Beleuchtung in den Vitrinen wurde ansteuerbar geplant, damit diese abwechslungsreich und einladend wirkt.

EINREICHUNGEN 2019

Bis zum 30.09.2018 können Sie Projekte für den Lichtdesignpreis 2019 einreichen.

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