Nominierung 2019

PAR Post am Rochus

Designbüro Christian Ploderer GmbH
Salmgasse 10/2
1030 Wien
Österreich
cpl@lichtagent.com

Lichtplanung:
Christian Ploderer
Ibtisem Fathallah MSc
Haysam Moahammed

Kategorie
Büro / Verwaltung

Weitere Projektbeteiligte:

Bauherr:
Österreichische Post AG

Architekt/Innenarchitekt:
Schenker Salvi Weber Architekten und feld72 Architekten

Elektroplanung:
emc Elektrotechnik

Fotorechte:
©Lukas Schaller für SSW Architekten und Zumtobel

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Post am Rochus ist die Zentrale der österreichischen POST AG in Wien, mit angeschlossener Shopping Mall, Gastronomie und Garage. Als Neubau mit angeschlossenem, denkmalgeschützten Bestandsgebäude aus den 20er Jahren hat das Projekt eine Gesamtfläche von ca. 50.000 m2.

Die Lichtplanung aller Lichtbereiche, sowie Entwurf aller Sonderleuchten erfolgte durch Christian Ploderer für und mit Schenker Salvi Weber und feld72 Architekten. 

“Unsichtbare Leuchten” verschwinden in der Architektur – Nur Licht und keine Leuchten.

Einbauleuchten sind in den Deckenelementen eingedrückt. Sie entziehen sich, versinken in der Betonfläche. Nur ihr Licht bleibt präsent. Ähnlich optisch unauffällig sind die zurückversetzten Einbaustrahler in der Mall, tiefstrahlend und entblendet.

In den Bürogängen des Neubaus liegen die Downlights komplett hinter dem Deckenraster und verschwinden im Raum. Lediglich ihr Lichtbild bleibt am Raster sichtbar. 

„Differenzierte Lichtfarben und Lichtstärken“

Generell wurden wärmere Lichtfarben umgesetzt. Bei der Bürobeleuchtung wurden die direkt- und indirekt-Anteile in getrennten Lichtfarben aus einem Leuchtenkörper ausgeführt.

Im Foyer wird die Treppe selbst, aus ihrem Handlauf, mit einer sehr warmen Glühfaden-Lichtfarbe beleuchtet – im sonst neutral-weißen Raum.

Im Innenbereich wurde die Beleuchtungsstärke erhöht, der aktuellen Entwicklung unserer Sehgewohnheit folgend.

Im Außenbereich wurde eine geringe Beleuchtungsstärke fixiert, – aus Rücksicht auf den Umraum und die bereits architektonisch große Präsenz.

Im Atrium der POST, wo die Altbaufassade mit den offenen, modernen Podestbereichen und der großen Tageslichtfläche darüber, einen speziellen „Licht-Zwickel-Raum” bilden, besteht die ganze Kunstlichtbeleuchtung lediglich aus zwei Lichtlinien in den Podestkanten. Keine Leuchtenkörper stören den Fugenraum zwischen alt und neu, alles in neutral weißer Lichtfarbe. 

Im Multifunktionsraum im DG des Altbaus beleuchten flache, in die Deckenfläche versenkte, LED-Linien den Raum und erzeugen mit ihren regelmäßigen Abständen eine räumliche Tiefenwirkung.

Alle Stiegenhäuser in Bestand und Neubau sind mit “Lichtlinien-Stücken”, um das Treppenauge herum, beleuchtet, als „dekonstruktive Lichtprofile“, versetzt und verschränkt.

Aufbauleuchten über den Treppenläufen sind abgependelt über den Podesten.

Die überdimensionale, raumfüllende Schirmhängeleuchte (mit fast 6m Länge, einer Breite von 4,5m und einer Schirmhöhe von 1,5m) wurde als Sonderfertigung für das Dachgeschoss entworfen.

Der Stoffschirm in Beige, mit schwarzer Abhängung und Gestell, beleuchtet den zentralen Sitzungstisch (24 Pax) und besitzt drei getrennte Leuchtensysteme. Das Licht wird mittels Warm-DIM beim Dimmen wärmer – ähnlich dem früheren Glühfaden- und Halogenlicht. 

Bürobeleuchtungen

Im Altbau wurden schlanke Lichtprofile, im Rhythmus der Unterzüge gesetzt, mit unterschiedlichen Lichtfarben für direktes und indirektes Licht. Im Neubau wurden Lichtbandleuchten ausgeführt, auch mit unterschiedlichen Lichtfarben. 

Shopping Mall

Neben den zurückgezogenen Strahlern im augenförmigen Deckenraster wurden die Rolltreppendurchbrüche mit unregelmäßig gesetzten Lichtstreifen beleuchtet – ähnlich der Grafik eines Barcodes. 

Außenraum

Alle freistehenden Außenraumleuchten sind gegen Einsicht abgeblendet.

Auch die sondergefertigten, leuchtenden Fahrradbügel und Handläufe bei den Stiegen sind im Rohr versenkt und strahlen nur nach unten.

PREISVERLEIHUNG 2019

Ab jetzt können Sie Tickets für die Gala am 16. Mai 2019 in Wuppertal bestellen.

ZUR BESTELLUNG