Nominierung 2019

Pfarrkirche St. Johannes Enthauptung Suttrop

INDI*LIGHT GbR
Zur Weißen Frau 21a
59929 Brilon
info@indi-light.com
www.indi-light.com

Lichtplanung:
Ralf Bohle
Florian Ladurner

Kategorie
Nachwuchspreis

Weitere Projektbeteiligte:

Bauherr:
Kath. Kirchengemeinde St. Johannes Enthauptung 

Architekt/Innenarchitekt:
Architekt Ansgar Bültmann

Elektroplanung: 

Fotorechte:
© Matthias Groppe

PROJEKTBESCHREIBUNG

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit wurde die frisch renovierte Kirche inkl. neuer Beleuchtung fertiggestellt und nach neunmonatiger Renovierung wieder der Gemeinde übergeben. Seit der letzten Renovierung 1985 waren die Spuren der Jahre in der Pfarrkirche deutlich sichtbar geworden. Der barocke Bau aus dem 18. Jahrhundert mit seinem Kreuzgewölbe und den Seitenkapellen ist durch einen „grauen Schleier“ überdeckt.

Die Tagesbelichtung durch die Seitenfenster reicht an vielen Tagen im Jahr nicht aus, den Innenraum ausreichend zu belichten. Auch die alte Beleuchtungsanlage mittels Pendelleuchten schaffte es nicht, eine ausreichende Helligkeit zu schaffen. Durch die freistrahlenden Leuchtmittel ist der Besucher zudem geblendet worden, wodurch die Sehaufgabe noch zusätzlich erschwert wurde.

Neben der Renovierung des gesamten Innenraumes, der zu großen Teilen unter Denkmalschutz steht, wurde auch ein neues Raum- und Nutzungskonzept erstellt, das es ermöglicht, die Kirche variabler an die Bedürfnisse der Gemeinde anzupassen.

Für die Erarbeitung des Lichtkonzeptes waren drei wesentliche Faktoren zu berücksichtigen. Der Innenraum der Kirche sollte erlebbar gemacht werden. Dazu wurden die Leuchtenpositionen und die Leuchtengestaltung so gewählt, dass sich diese harmonisch in die Architektur integrieren.  Zudem sollte die Beleuchtung in Zukunft eine variable Nutzung unterstützen. Des Weiteren galt es, die vorhandenen Leitungspositionen weitestgehend zu nutzen, da gerade im Kirchenraum eine Verlegung von neuen Zuleitungen nur sehr bedingt möglich ist. Als Lösung sind zwei unterschiedliche Leuchtenarten entwickelt worden, die je nach Beleuchtungsaufgabe mit unterschiedlichen Strahlungscharakteristiken bestückt wurden.

Die Grundbeleuchtung, die Indirektbeleuchtung, sowie auch Teile der Zonierungsbeleuchtung wird mit Hilfe von Pendelleuchten sichergestellt, die an den vorhandenen Stromauslässen montiert werden konnten. Als zweites System wurden Strahler mit unterschiedlichen Strahlungswinkeln auf den Kapitälen montiert. Zum einen wird mit Hilfe dieser Strahler der Altarbereich indirekt beleuchtet und zum anderen wird die Zonierung der Orgel, der Seitenaltäre sowie die Marienstatue sichergestellt. Um eine möglichst einfache Montage und Wartung zu gewährleisten, wurden, wo es möglich war, die Vorschaltgeräte auf den Dachboden ausgelagert.

Neben der Grund- und Zonierungsbeleuchtung bestand der Wunsch nach einer künstlerischen Beleuchtung in der rechten Seitenkapelle. Diese sollte als Gegenpol zur ausgestellten Dietenberger Bibel aus dem 16. Jahrhundert, die sich in der linken Seitenkapelle befindet, dienen. Da der Bodenbereich zu weiteren Nutzungen frei bleiben sollte, entstand die Idee ein kirchliches Symbol (eine Taube) zu projizieren.

In allen Bereichen, die das Verlegen einer Steuerleitung zuließen, wird die Steuerung der Beleuchtung über Dali erreicht. Zum Teil standen jedoch nur dreiadrige Bestandsleitungen zur Verfügung. Um auch diese Leuchten ansteuern und dimmen zu können wurde hier mit dem realy2mains System eine Lösung gefunden. Somit sind nun alle Leuchten im Kirchenraum über ein Bedienpanel ansteuerbar. Für die Vereinfachung im Betrieb wurden, gemeinsam mit der Kirchengemeinde, Lichtszenen vordefiniert, die über ein Touch Panel sehr einfach anwählbar sind, wodurch die St. Johanneskirche in Suttrop in neuem Glanz erstrahlt.

PREISVERLEIHUNG 2019

Ab jetzt können Sie Tickets für die Gala am 16. Mai 2019 in Wuppertal bestellen.

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