Nominierung 2019

Schokoladenmuseum, Köln

ag Licht GbR
Dechenstrasse 12
53115 Bonn
agLicht@t-online.de
www.agLicht.de

Lichtplanung:
Daniel Walden
Michaela Zientek

Kategorie
Außenbeleuchtung / Inszenierung

Weitere Projektbeteiligte:

Bauherr:
Annette Imhoff
Dr. Christian Unterberg-Imhoff

Architekt/Innenarchitekt:
August Eberlein (Zollamt)
Prof. Fritz Eller (Erweiterung)

Elektroplanung:

Fotorechte:
© HGEsch

PROJEKTBESCHREIBUNG

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Schokoladenmuseums sollte die frühere, mit ihren blauen Farbakzenten auffällige Außenillumination an allen Fassadenseiten durch eine moderne, energiesparende und leise LED-Beleuchtung ersetzt werden. Dabei sollte das an besonders prominenter Stelle verortete, vom gegenüberliegenden Rheinufer und den Brücken weithin sichtbare Ensemble unter Rücksicht auf den städtebaulichen Kontext mittels weniger Eingriffe ein markantes neues Erscheinungsbild erhalten. Tagsüber umrahmen die Erweiterungsbauten sichtbar das historische Zollamtsgebäude, das nun in den Abendstunden die Bühne ganz für sich beansprucht. Besonders ausgeprägte Strukturen und Details seiner Fassade treten durch das neue Beleuchtungskonzept in den Vordergrund, während sich die Neubauten im Hintergrund zurückhalten. Auf farbiges Licht wurde bewusst verzichtet.
Über die Distanz tauchen Flächenstrahler von iGuzzini den warmen Naturstein und den Putz der historischen Fassade in ein weiches Licht und verleihen ihr eine wohlproportionierte Helligkeit.

Fassadenahe Bodeneinbauleuchten mit Wide Flood Optik ergänzen die Grundhelligkeit mit der Akzentuierung von Details und Charakteristika der historistischen Fassade. Sie erzeugen damit ein Spiel aus Licht und Schatten, welches die Plastizität der Kubatur herausarbeitet.
Mit der Inszenierung seiner markanten Fensterlaibungen erfährt der Verwaltungs- und Restaurationsneubau eine zurückhaltende Betonung seiner linearen Struktur. Mit einem 180° Effekt beleuchten 114 Trick Lichtlanzen präzise ausschließlich die Innenflächen der Laibungen. Sobald die Lichter in den Büros ausgeschaltet sind, scheint das auf einem mit Aluminium verkleideten Sockel stehende Gebäude zu schweben.

Aufbaustrahler für die neue Beleuchtung der Drehbrücke gliedern sich zurückhaltend in die Stahlkonstruktion des Industriedenkmals ein. Mit dieser integrierten Lösung betont das Beleuchtungskonzept die Ingenieurskunst des Trägerwerkes. Die Inszenierung bildet den Auftakt und komplettiert die Szenographie.

In dem gläsernen Foyer, das den Hauteingang in das Museum, den Zugang zum Café, die Garderobe, die Kasse und die Sanitätsbereiche aufnimmt und für die horizontale und vertikale Erschließung des Ensembles sorgt, wurden die vorhandenen Pendelleuchten demontiert und durch neue Strahler ersetzt.

In den Abendstunden wird das Beleuchtungsniveau in dem Foyer spürbar gedimmt. Dann ergänzt sich die Grundbeleuchtung mit den Lichtvouten auf den Galerieebenen zu einem stimmungsvollen Gesamteindruck. Weit sichtbar von den Brückens Köln tritt nun auch der Schokoladenbrunnen hervor, der in den Abendstunden über Akzentstrahler neu akzentuiert wird.

PREISVERLEIHUNG 2019

Ab jetzt können Sie Tickets für die Gala am 16. Mai 2019 in Wuppertal bestellen.

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