Nominierung 2019

wineBANK Köln

arens faulhaber lichtplaner
Schanzenstraße 30
51063 Köln
mail@arens-faulhaber.de
www.arens-faulhaber.de

Lichtplanung:
arens faulhaber lichtplaner

Kategorie
Hotel / Gastronomie

Weitere Projektbeteiligte:

Bauherr:
Dr. Andreas Frey

Architekt/Innenarchitekt:

Elektroplanung/Lichtsteuerung:
Ingenieurbüro Heiming, Köln
elan GmbH, Köln

Fotorechte:
©Architekturfotografie Jens Kirchner, Düsseldorf

PROJEKTBESCHREIBUNG

Unter einer Reihe denkmalgeschützter Gründerzeithäusern nördlich der Kölner Innenstadt liegt ein weitläufiger, 2000qm großer Gewölbekeller. Ausgestattet mit vergitterten Stahlschränken erinnert er an den Tresorraum einer altertümlichen Bank. Was wie eine Filmszene anmutet ist in der Tat eine Eventlocation, ein Schaulager für edle Weine, die das Franchiseunternehmen wineBANK weltweit an verschiedenen Standorten anbietet. Schließfächer in Form offener Gitterboxen dienen der Einlagerung privater Weinsammlungen, die dort unter der Stadt nicht nur bewahrt, sondern auch direkt genossen werden sollen. Für die Brüder Frey, die hier in der Doppelrolle als Bauherren und Planer auftraten, bestand die Schwierigkeit darin, ihr Raumprogramm in die massiven und ebenfalls denkmalgeschützten Gegebenheiten des Ortes einzufügen. arens faulhaber lichtplaner sollten in dieser außergewöhnlichen Unterwelt schließlich eine ebenso geschmackvolle wie spannungsreiche Inszenierung schaffen – keine Geisterbahn, kein Spelunkenkitsch. Dem Bestand wurde nur Weniges hinzugefügt. Die historischen Stützen und Gewölbe gaben mit ihrer massiven Struktur Wegeführung und Gliederung quasi vor: An zentraler Stelle sind die Sanitär- und Technikräume zu einem Kern zusammengefasst, an einer Außenwand liegen die Cateringräume und Erweiterungsflächen, alle übrigen Flächen dienen als Tresorräume. Die Besucher sollen sich auch an diesem außergewöhnlichen Ort orientieren können, sie sollen sich sicher fühlen, doch dürfen Flair und Spannung nicht verloren gehen – die Lichtplanung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der einzige architektonische Eingriff war die Schaffung eines Abgangs von Außen, von der Straße. Eine neue, schmale Treppe führt die Gäste hinab in die Unterwelt, dort angelangt weisen die im 360° Winkel auf Wände, Gewölbe und Boden abstrahlenden LED-Lichtlanzen mit weißer Lichtfarbe, den Weg durch die sich zur Rechten und zur Linken öffnenden breiten Gänge in die eigentlichen Tresorräume. In den hellen Lichtstreifen, die die Besucher auf ihrem Weg durchschreiten, wird das an Wänden und Stützen unverputzte historische Mauerwerk und darüber liegend die originalen Gewölbe sichtbar. Die Lichtstreifen erhellen auch die erhaben auf einem Kiesbett liegende Bodenplatte, die Schüttung selbst nimmt die technischen Installationen sowie die Leuchten selbst auf. So auch in den weiteren Räumen, in denen den massiven Stützen zugeordnete, dimmbare Bodeneinbauleuchten punktuell oder verdeckt verlegte Streiflichtkanäle ausschließlich auf die Wände und in die Gewölbe gerichtet sind. Die unterschiedliche grobe Struktur des Mauerwerks erhält durch das Licht des Streiflichtkanals eine deutliche dramatische Ansicht.

Charakteristisch für die wineBANK sind die Tresore. Sie stehen als mannshohe Regale frei im Raum oder als Trennwände in den abschließbaren Mietkellern, in denen größere Bestände sicher bewahrt werden können. Das verdeckt angeordnete, farbveränderbare Licht der RGB-LED Profile auf den Tresoren strahlt wirkungsvoll in die Gewölbe, die nicht verputzt, wohl aber gereinigt wurden, um auch hier die Spuren der Zeit nicht zu vernichten.
Wand-, Steh- und Tischleuchten, die alle aus derselben Serie stammen, geben dort, wo es benötigt wird – auf den Theken, im Eingangsbereich und in den Privatkellern – punktuelles Licht ohne das Konzept des Raumlichtes zu unterwandern.

Die wineBANK Köln richtet ihr Angebot auf den Genuss edler Weine aus, ein besonderer Ort, dessen historische Substanz mit Licht sehr gezielt und wirkungsvoll inszeniert wird, machen die Verkostung zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

(Text: Uta Winterhager)

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