Nominierung 2020

The Circle – 25hours Hotel, Köln

agLicht GbR
Weinsbergstrasse 118a
50823 Köln
office@aglicht.de
www.agLicht.de

Lichtplanung:
Daniel Walden
Wilfried Kramb
Yvonne Goldschmidtböing

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr: IMMOFINANZ Friesenquartier GmbH
Nutzer: 25hours Hotel Company

Architekt/Innenarchitekt:
Ortner&Ortner Baukunst, Köln / Studio Aisslinger, Berlin

Elektroplanung:

Fotorechte:
Steve Herud for 25hours Hotels
HGEsch

Oberes BIld und unten links: Steve Herud for 25hours Hotels
Bild unten rechts: HGEsch

PROJEKTBESCHREIBUNG

In Köln hat das 25hours Hotel The Circle seine Türen geöffnet. Der spektakuläre Rundbau im Friesenviertel diente ursprünglich als Verwaltungsgebäude des Gerling-Versicherungskonzerns. Heute warten vom 1. bis 7. Stock insgesamt 207 Zimmer in unterschiedlich inspirierten Welten und Größen auf die Gäste. Der historische Bau inspirierte die Macher des Hotels, sich intensiv mit der Zeit des Wirtschaftswunders in den 50er und 60er Jahren und den damals erdachten technischen Utopien auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit 25hours entwickelte das Berliner Kreativteam STUDIO AISSLINGER ein innovatives Designkonzept für das denkmalgeschützte Haus mitten im Friesenviertel.

Während die Inner Circle-Räume mit ihrer offenen Raumgestaltung ein futuristisches Ambiente schaffen, bieten die lichtdurchfluteten Outer Circle-Zimmer Retro Atmosphäre. In der großzügigen Schalterhalle, in der einst Versicherte des Gerling-Konzerns ihre Beiträge einzahlten, laden Café, Kiosk, Fahrradladen und Co-Working-Spaces zum Arbeiten oder Relaxen ein. Die Lichtplanung begleitet die Konzepte über alle Geschosse und akzentuiert die architektonischen Merkmale des historischen Gebäudes. So wurde die denkmalgeschützte Fassade mit einer verdeckten Indirektbeleuchtung in seiner Schichtung und Höhe schlicht betont und die historischen Straßenleuchten für den neuen Auftritt aufwendig rekonstruiert. Beim Betreten des Erdgeschoss erlebt der Besucher die Großzügigkeit der ehemaligen Schalterhalle und taucht ein in das futuristische Motto des Hotels „Utopia“.

Die denkmalgeschützte Rippendecke überspannte die großzügige Foyerfläche und wirkt über seine Indirektbeleuchtung wie eine illuminierte Riesenturbine. Die Reise nach „Utopia“ beginnt mit dem Durchschreiten einer Reihung von verchromten Pendelleuchten, die sich in dem schwarzen Granit der denkmalgeschützten Stützen verdoppeln und den Auftakt zu den Aufzügen bilden. Hinter einem hinterleuchteten Wandmotiv eines Astronauten im Weltall gelangt man in den Retro-Futurismus der Obergeschosse sowie hoch hinaus in die Monkey Bar und das Restaurant NENI.

Die „Reise“ in den Aufzügen bietet einem interessanten Raumeindruck aus Licht und Speigelflächen und den perfekten Hintergrund für ein Selfie. In den Hotelzimmern überkommt einen das Gefühl, die Innenarchitekten seine in der Zeit zurückgereist. Es ist eine Hommage an die Vorliebe der Wirtschaftswunderjahre und an eine Zukunft in schwärmerischen Farben. Auch die verplanten Leuchten greifen die mutigen Farben auf und kommen teilweise als knalliger Blickfang daher. Die passenden Leuchten als auch das Drehbuch mit den entsprechenden Lichtatmosphären zu bedienen, war die Herausforderung des Projektes.

EINREICHUNGEN 2021

Bis zum 31.10.2020 können Sie Projekte für den Lichtdesignpreis 2021 einreichen.

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