Nominierung 2021

Residenzschloss Rastatt

Belzner Holmes und Partner Light-Design
Charlottenstr. 29/31
70182 Stuttgart
light@light-design.com

Lichtplanung:
Thomas Hollubarsch

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr: Stadt Rastatt

Architekt/Innenarchitekt:

Elektroplanung:
Elektroplanung: Raible + Partner

Fotorechte:
Fotograf: Klaus Storch
Bildrechte: Belzner Holmes und Partner Licht-Design

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Aufgabe war es, eine umfassende und abgestimmte Lichtplanung für das im barocken Stil gebaute Rastatter Schloss zu entwickeln. Die nächtliche Wirkung eines Gebäudes ist erfahrungsgemäß eine völlig andere, als das Erscheinungsbild am Tage. Schlüssiges Licht in entsprechender Qualität sorgt dafür, dass das Schloss auch nach Einsetzen der Dämmerung erlebbar bleibt. Die Aufgabe des künstlichen Lichts ist die Betonung und Herausarbeitung der am Tage spürbaren charakteristischen Eigenschaften. Qualitäten der Architektur sollen auch in der Nacht erfahrbar bleiben.

Der Hauptbau
Die dreistöckige Hauptfassade mit aufgesetztem Attikageschoss erhielt eine warmweiße Aufhellung über Bodeneinbauleuchten. Um den Schattenwurf der teilweise stark hervortretenden Gesimse zu minimieren, wurde mit einer Kombination aus fassadenaher und -ferner Beleuchtung gearbeitet. Neben den zwei Vertikalebenen der Bodeneinbauleuchten gibt es noch zusätzliche Strahler, die versteckt an den Fassaden der Seitenflügel montiert wurden.
Das Mittelrisalit wird über Aufbauleuchten vom Balkon illuminiert. Zusätzlich erfolgt eine Aufhellung des zentralen Giebels. Die Säulen unterhalb des Balkons werden betont.
Einen Kontrast setzen die aufragenden Kupferdächer in kaltweißem Licht. Die Engelsfiguren über dem Eingangsportal und die Figuren auf den Turmspitzen bilden warme Akzente.

Die Flügelbauten
Die zweigeschossigen Seitenfassaden erstrahlen über fassadennahe Bodeneinbauleuchten in warmweißem Licht. Das obere Stockwerk wird mit Aufbauleuchten auf der Terrasse von der Balustrade aus beleuchtet. Bei den Arkadengängen blieb die vorhandene Beleuchtung in neutralweiß bestehen. Analog zum Eingangsportal der Hauptfassade werden auch die Austritte auf die Terrasse betont.

Zusätzliche Beleuchtung
Neben den bereits erwähnten Figuren am Hauptbau werden die beiden Statuen flankierend zur Auffahrt inszeniert. Die beiden pyramidenförmigen Baukörper auf der Hofterrasse erhielten eine Aufhellung. Die vier Fahnen auf den Seitenrisaliten der Flügelbauten bilden einen oberen Abschluss und unterstützen die Fernwirkung des Gebäudeensembles.