Nominierung 2021

Zum Licht – BTHVN 2020

Nils-R. Schultze
Greifenhagener Str. 48 B
10437 Berlin
nils-r@gmx.net

Lichtplanung:
Nils-R. Schultze
Felix Müller

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr: Beethoven Jubiläums Gesellschaft GmbH

Architekt/Innenarchitekt:

Elektroplanung:

Fotorechte:
Bilder oben und unten links: Karsten Bartel
Bild unten rechts: Nils-R. Schultze

PROJEKTBESCHREIBUNG

2018 gewannen Felix Müller und Nils-R. Schultze den Lichtkunst-Wettbewerb BTHVN 2020 zum 250. Geburtstag Beethovens.

Die Aufgabe war, an das musikalische Werk Beethovens anzuknüpfen und eine Verbindung zu seiner Geburtsstadt Bonn herzustellen. Die Lichtinstallationen symbolisieren das Leben Beethovens in Bonn, seine allmähliche Loslösung aus der kleinen Stadt und das Hinausgehen in die Welt. Die Lichtobjekte sind so im Stadtraum verteilt, dass sie als Ausstellung funktionieren. Das Publikum wird zu einem Spaziergang von Installation zu Installation eingeladen. Der Stadtraum soll neu erlebbar werden, in den Köpfen der Besucher entstehen neue Licht-Bilder, die in Erinnerung bleiben.

Die kurzen Tage im Dezember, dem Geburtsmonat von Beethoven, bilden die Bühne für unsere Illumination des Stadtraumes. Die Bilder aus Bonn gehen in die Welt. Zugleich wird gezeigt, dass das musikalische Werk Beethovens in der Welt präsent. Unsere Illuminationen folgen der Grundidee des Lichtprojektes, ein breites Spektrum unterschiedlich anmutender Installationen zu einem Gesamtbild im Stadtraum von Bonn zu vereinen:

  • Installationen mit Fernwirkung
  • Installationen, mit Bezug auf Stadträume
  • sinnlich erfahrbare Installationen
  • experimentelle Objekte
  • eigenständige Lichtskulpturen.

Beispiel Beethovens Geburtszimmer: Der kleine Raum wurde mit LED-Elementen im Maßstab 1:1 nachgebaut und erscheint 2x im Bonner Innenstadtraum als lineares, leuchtendes Objekt. Und zwar exakt in der Höhe, in der sich das echte Geburtszimmer über Straßenniveau befindet. So entsteht ein Gefühl für die Raumgröße und die Höhe von Bonner Häusern im 18. Jahrhundert.

Beispiel Discokugel: Als visuelles Zeichen für den Spannungsbogen zwischen der Musik Beethovens und unserer Post-Pop-Kultur und des immer wieder fruchtbaren Austauschs zwischen der sogenannten E- und U-Musik steht im Hofgarten eine riesengroße Disco-Kugel. Sie ist ein Sinnbild unserer Zeit und ihrer Club- und Musikkultur und verwandelt den Hofgarten in eine große urbane Erlebniszone.

Beispiel Stadthaus: eine große interaktive Installation, die sich auf Beethovens Musik bezieht. Das Publikum kann am Boden Farbflecken aktivieren, die dann akustisch verschiedene Parts aus Beethovens Musik und eine Grafik in der entsprechenden Farbe auslösen. Jede Tonspur steht für sich. Und wenn mehrere aktiviert werden, harmonisieren sie miteinander. Die Grundidee dieser Installation ist: Das Publikum macht Musik.