Nominierung 2022

Gustaf-Gründgens-Platz

Tropp Lighting Design GmbH
Marienplatz 15
82362 Weilheim
info@tropp-lighting.com
www.tropp-lighting.com

Lichtplanung:
Clemens Tropp
Daniel Meyer
Kilian Weidig

Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr: Düsseldorf Schadowstraße 50/52 GmbH & Co.KG und Centrum Projektentwicklung GmbH

Architekt/Innenarchitekt:
Architekt: ingenhovenarchitects, Düsseldorf

Elektroplanung:
OE033 – Netzvertrieb, Bau- & Objekttechnik, Düsseldorf

Fotorechte:
© ingenhovenarchitects/HGEsch

PROJEKTBESCHREIBUNG

Im Rahmen der Kö-Bogen II Bebauung wurde der Gustaf-Gründgens-Platz neu angelegt und ist seit seiner Eröffnung im September 2021 für die Öffentlichkeit freigegeben. Ziel der Neugestaltung war es, einen attraktiven, lebendigen Platz für die ganze Stadt zu schaffen, der gleichzeitig seiner besonderen Rolle als Zugang zum sanierten und modernisierten Düsseldorfer Schauspielhaus gerecht wird. Der neue öffentliche Raum im Zentrum der Stadt wird von drei eindrucksvollen Gebäuden gerahmt.  Das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Dreischeibenhaus und der neue Geschäfts- und Bürokomplex Kö-Bogen II mit seiner einzigartigen Grünfassade geben dem Platz eine Fassung und inszenieren ihn als Zentrum. Aus diesen Anforderungen wurde ein Lichtkonzept entwickelt, das am Abend den öffentlichen Raum atmosphärisch ausleuchtet und als Bühne für ein urbanes Düsseldorfer Leben inszeniert.

Die neue Beleuchtung gleicht einer Theateraufführung; wie auf der Bühne sind unterschiedliche Szenen möglich. Der Platz ist mit flexiblen Leuchtkörpern ausgestattet, so dass er für unterschiedliche Veranstaltungen verschieden beleuchtet werden kann. Abends wird der städtische Raum in ein komfortables, funktionales und anregendes Licht getaucht. Die Lichtquellen, die nahezu im Verborgenen liegen, geben kein Streulicht in den Himmel ab und entsprechen den Anforderungen des „Dark Sky“.  Ihre perfekte Ausblendung reduziert die Lichtverschmutzung auf ein Minimum. Auf diese Weise wird der Außenraum achtsam gestaltet und gleichzeitig stimmungsvolle und überraschende Effekte erzeugt.

Um diesen Platz mit seinen unterschiedlichen Veranstaltungen verlässlich auszuleuchten, wurde eine ganz neuartige Stele entwickelt, die gleichzeitig den hohen Anforderungen an eine zeitgemäße Lichttechnik und an eine ästhetische Gestaltung gerecht wird: Die Leuchte sollte so schlank und reduziert wie möglich gestaltet werden und trotzdem souverän und selbstbewusst auf dem Platz stehen. Dafür wurde eine Lichtstele entwickelt, die wie eine Bühnenleuchte im Freien fungiert und alle Bedingungen an den städtischen Platz und öffentlichen Raum vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus erfüllt. Ihrer beeindruckenden Wirkung bei Nacht entspricht ihre zurückhaltende Ästhetik am Tag.

Der Einsatz von schwenkbaren Einzelstrahlern auf dem Gustaf-Gründgens-Platz lässt eine höhere Präzision zu. Jeder Strahler kann einzeln angesteuert und ausgerichtet werden, um individuelle Lichtszenarien auf dem Platz zu erzeugen. So können entweder einzelne Bereiche oder der ganze Platz blendfrei illuminiert werden, abhängig von den Anforderungen der Nutzer*innen. Ein steuerbares Lichtkonzept ermöglicht es, bei Bedarf programmierte Lichtszenen auf Knopfdruck abzurufen. Die Steuerung verknüpft nicht nur die Strahler der Lichtstelen, sondern alle Lichtelemente auf dem Platz miteinander wie beispielsweise die Beleuchtung des Fontänenfelds, die Beleuchtung der Bäume und die Unterleuchtung der Poller.

Um die Ansprüche an diesen besonderen Platz umzusetzen, war eine enge Zusammenarbeit mit allen Planungsbeteiligten notwendig. Dazu zählen neben den Architekten und Landschaftsplanern auch die Stadt Düsseldorf als Bauherr, das Schauspielhaus, der Leuchtenhersteller und alle an der Ausführung beteiligten Personen. Nur so konnte gewährleistet werden, dass die Beleuchtung auf dem Gustaf-Gründgens-Platz die gewollte atmosphärische Wirkung erzielt.